Themenwoche

Transkultura­lität in der Sozial­arbeit

Menschen sind geprägt von unterschiedlichen Lebens­beding­ungen, Zugehörigkeiten und Erfahrungen. Die Perspektive der Transkulturalität lädt dazu ein, diese Vielschichtigkeit in den Blick zu nehmen: Kultur ist dabei eine wichtige Dimension, neben vielen weiteren, etwa soziale Herkunft, Geschlecht, Religion, Diskrimi­nierungs­erfahrungen oder rechtlichen Rahmen­bedingungen.

Was bedeutet Transkulturalität?

In unserem kurzen Video erklären wir, was hinter dem Begriff steckt und was die transkulturelle Perspektive für die Sozialarbeit und unsere professionelle Haltung bedeuten kann.

Inhalte der Themenwoche

Was bedeutet diese Perspektive für die Soziale Arbeit und unsere professionelle Haltung?​ In unserer Themenwoche denken wir diese Frage gemeinsam weiter:

11.00 Uhr: Religionssensibilität in der Sozialen Arbeit
Wie gehst du in deinem Arbeitsalltag mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt um?

12.00 Uhr: Empowerment & Allyship in der Sozialen Arbeit
Rassismuskritisch handeln, solidarisch begleiten und Verantwortung übernehmen

18.00 Uhr: Das Ritual als Rahmen in der Sozialen Arbeit und im Alltag

11.00 Uhr: Was hat das eigentlich mit Kultur zu tun?
Die „Schublade Kultur“ in der Sozialen Arbeit hinterfragen 

12.00 Uhr: Selbstführung in kulturellen Begegnungen
Mit Selbststeuerungstools zu transkultureller Handlungsfähigkeit im Arbeitssalltag

18.00 Uhr: Das Ritual als Rahmen in der Sozialen Arbeit und im Alltag

11.00 Uhr: Empowerment & Allyship in der Sozialen Arbeit
Rassismuskritisch handeln, solidarisch begleiten und Verantwortung übernehmen

12.00 Uhr: Selbstführung in kulturellen Begegnungen
Mit Selbststeuerungstools zu transkultureller Handlungsfähigkeit im Arbeitssalltag 

18.00 Uhr: Religionssensibilität in der Sozialen Arbeit
Wie gehst du in deinem Arbeitsalltag mit religiöser und weltanschaulicher Vielfalt um?

Du möchtest dabei sein? Trag dich in unsere Interessierten-Liste ein & wir informieren dich, sobald die Anmeldung für die Themenwoche geöffnet ist.

Selbstführung in kultu­rellen Begegnungen

Mit Selbst­steu­er­ungs­tools zu trans­kultureller Hand­lungs­fähigkeit im Arbeitsalltag

Sitzt du manchmal jemandem gegenüber und merkst, dass dein Urteil längst feststeht, bevor das Gespräch richtig begonnen hat? In diesem Impuls lernst du, wie du in solchen Momenten bei dir bleibst — und den Kontakt trotzdem offen hältst.

Im Fokus steht der Teil der Begegnung, den du wirklich steuern kannst: dich selbst. Dein Gegenüber kannst du nicht führen, deine eigene Wahrnehmung schon. Und genau da entscheidet sich, ob Transkulturalität gelingt. Denn transkulturell zu arbeiten heißt nicht, möglichst viel über andere Kulturen zu wissen. Es heißt, die eigene Prägung zu kennen, sie mitten im Gespräch zu bemerken und beweglich zu bleiben. Gemeinsam schauen wir uns an einer Situation aus deinem Arbeitsalltag an, was in dir passiert, wenn unterschiedliche Werte aufeinandertreffen.
Du bekommst Selbststeuerungstools an die Hand, die in schwierigen Momenten sofort greifen. Mit ihnen stärkst du deine transkulturelle Handlungsfähigkeit: Du bemerkst eigene Zuschreibungen früher, bleibst auch in angespannten Gesprächen beweglich und öffnest den Raum, in dem echte Begegnung möglich wird — mit Eltern, Kolleg*innen, im Team und mit dir selbst. Einen Raum, in dem etwas Drittes entstehen kann, das vorher keinem von beiden gehörte.

Christine Yildirim ist Gründerin der EQUIDEM Academy und Herausgeberin des Newsletter-Magazins EQUIDEM-VOICE in Hannover. Nach 22 Jahren in Personal- und Organisationsentwicklung — unter anderem bei der Deutschen Bahn — begleitet sie heute Organisationen dabei, Vielfalt und Inklusion nicht zu verwalten, sondern zu gestalten. Als systemische Beraterin und Coach (isb), Diversity-Trainerin (Eine Welt der Vielfalt) und Anti-Bias-Trainerin (ADL) arbeitet sie an der Schnittstelle von Haltung und Struktur: inklusive Führung, diversitätssensible Organisationsentwicklung, Karrierecoaching für Frauen und marginalisierte Menschen. Ihr Blick auf Transkulturalität ist auch ein persönlicher — sie lebt seit vielen Jahren in einer transkulturellen Partnerschaft. Ihr Anspruch: Räume schaffen, in denen Gleichwürdigkeit, Respekt und Chancengerechtigkeit tatsächlich erlebbar werden.

EQUIDEM Academy
Webseite: https://equidem-academy.de
Newsletter-Magazin EQUIDEM-VOICE: https://equidem-academy.de/newslettermagazin-anmeldung/
Newsletter: https://equidem-academy.de/newsletter/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christineyildrim
E-Mail: christine.yildirim@equidem-academy.de

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Das Ritual als Rahmen in der Sozialen Arbeit und im Alltag

Rituale geben Orientierung, schaffen Verlässlichkeit und können dazu beitragen, Räume bewusster zu gestalten. Doch was macht eigentlich ein Ritual aus – und welche Rolle spielen dabei unsere Aufmerksamkeit, unsere inneren Bilder und unsere Haltung?

In diesem kurzen Impuls schauen wir darauf, wie Rituale in der Sozialen Arbeit und im Alltag als bewusste Rahmung eingesetzt werden können. Wir erkunden, wie bereits kleine, wiederkehrende Handlungen dazu beitragen können, Übergänge zu gestalten, Verbindung zu fördern und Momente von Sicherheit und Zugehörigkeit entstehen zu lassen.
Der Impuls lädt dazu ein, den Blick auf vertraute Situationen zu verändern und Rituale nicht als starre Abläufe, sondern als bewusst gestaltbare Räume zu verstehen. Dabei gibt es erste Anregungen für die eigene soziale oder pädagogische Praxis.

Stephanie Bangoura begleitet Menschen und Gruppen mit kreativem Tanz, ganzheitlicher Körperarbeit und Live-Musik durch transformative Prozesse. Als Tänzerin, Choreografin, Gestalt- und Tanztherapeutin verbindet sie körperorientiertes Lernen mit animistisch-humanistischen Ansätzen und Gemeinschaftsbildung. Langjährige Studien- und Arbeitsaufenthalte in Brasilien, Kuba, Senegal, Frankreich und den USA prägen ihre transkulturelle Perspektive. Aus ihrer praktischen und wissenschaftlichen Arbeit entwickelte sie die Rituelle Tanzpädagogik® – einen diversitäts- und traumasensiblen Ansatz, der Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit und lebendige Gemeinschaft stärkt und Safer Spaces fördert. Sie leitet internationale Workshops und die Ausbildung in Ritueller Tanzpädagogik®. 2025 erschien ihr Buch „Die Rituelle Tanzpädagogik – Die Kunst, Gemeinschaft zu tanzen“.

www.tanz-der-kulturen.de
info@tanz-der-kulturen.de

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Empowerment & Allyship in der Sozialen Arbeit

Rassismuskritisch handeln, solidarisch begleiten und Verant­wortung übernehmen

Wie können Fachkräfte in der Sozialen Arbeit Menschen stärken, die von Rassismus betroffen sind, ohne dass ihre Unterstützung zu Bevormundung wird?

In diesem Webinar setzen wir uns mit den Grundlagen von Empowerment & Allyship auseinander und übertragen sie auf die Praxis der Sozialen Arbeit. Wir beschäftigen uns mit Macht, Privilegien, professioneller Verantwortung und rassismuskritischem Handeln.

Die Teilnehmenden nehmen konkrete Denkanstöße für ihre professionelle Praxis mit und entwickeln ein klareres Verständnis davon, was Empowerment und Allyship im Arbeitsalltag bedeuten können und wo die eigenen Grenzen und Verantwortlichkeiten liegen.

Hélène Badjeck ist systemische Coachin und Prozessbegleiterin. In ihrer Arbeit verbindet sie systemisches Coaching mit einer macht-und rassismuskritischen Perspektive. Ihr Anliegen ist es, komplexe Themen verständlich und praxisnah zu vermitteln und Menschen dabei zu unterstützen, die eigene Rolle zu reflektieren sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für ihren Arbeitsalltag zu entwickeln. Dabei verfolgt sie einen ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz.

Webseite: www.helenebadjeck.de
coaching@helenebadjeck.de

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Was hat das eigentlich mit Kultur zu tun?

Die „Schublade Kultur“ in der Sozialen Arbeit hinterfragen

Wenn Menschen in Beratungs/ Unterstützungs­angeboten anders handeln, als wir es erwarten, liegt eine Erklärung manchmal schnell nahe: „Das ist kulturell bedingt.“ Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir von Kultur sprechen? Und was übersehen wir möglicherweise, wenn Herkunft oder Kultur zur Erklärung für Verhalten werden?

In diesem Impuls nehmen wir die „Schublade Kultur“ genauer unter die Lupe. Anhand konkreter Situationen aus der Sozialen Arbeit erkunden wir, welche unterschiedlichen Faktoren das Handeln und die Lebenssituation eines Menschen beeinflussen können: von Biografie, sozialer Lage und Sprache über rechtliche Rahmenbedingungen und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu persönlichen und kulturellen Prägungen.

Gemeinsam erproben wir, wie eine transkulturelle Perspektive unseren Blick erweitern kann: weg von vermeintlich eindeutigen kulturellen Erklärungen und hin zu der Frage, was diesen konkreten Menschen in dieser konkreten Situation prägt.

Ein Workshop zum Hinterfragen von Schubladen, zum Aushalten von Mehrdeutigkeit und für einen differenzierteren Blick auf Menschen und ihre Lebensrealitäten.

Frizzi Heiner arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Sozialarbeit und Bildung. Als Sozialarbeiterin (Quereinsteigerin), DaZ-Lehrerin und Projektleiterin im Sozialbereich kennt sie die Herausforderungen der Praxis aus erster Hand. Für Organisationen und Bildungseinrichtungen entwickelt und leitet sie Workshops zu Themen wie mentale Gesundheit, transkulturelle Perspektive und professionelle Haltung in der sozialen Arbeit. Ihr Fokus liegt darauf, Fachkräfte und Engagierte in ihrem Arbeitsalltag zu stärken und ihre eigenen Ressourcen zu aktivieren.

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Religionssensibilität in der Sozialen Arbeit

Wie gehst du in deinem Arbeits­alltag mit religiöser und weltan­schau­licher Vielfalt um?

In diesem Webinar lernst du, religiöse Perspektiven und Bedürfnisse besser wahrzunehmen und professionell einzuordnen.

Du reflektierst eigene Vorstellungen und Unsicherheiten und gewinnst mehr Handlungssicherheit im Umgang mit religiöser Vielfalt. Anhand konkreter Praxisbeispiele bekommst du Impulse und praktische Anregungen, die du direkt in deinen Arbeitsalltag übertragen kannst.

Elif Zhour ist Gründerin und Geschäftsführerin der amuna gUG. Als Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin (M.A.) verbindet sie wissenschaftliche Perspektiven mit langjähriger Erfahrung in der Bildungsarbeit, Sozialen Arbeit und Demokratiebildung. Ihr fachlicher Schwerpunkt liegt auf religiöser und kultureller Vielfalt, Religionssensibilität und interreligiöser Bildung. Als Lehrbeauftragte an der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie vermittelt sie zudem wissenschaftliche Inhalte und praxisnahe Perspektiven. In ihrer Arbeit schafft Elif Zhour Räume für Dialog, Perspektivwechsel und Begegnung und unterstützt Fachkräfte und Organisationen dabei, Vielfalt professionell und diskriminierungssensibel zu gestalten.

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Vergangene Themenwochen

Im Frühjahr drehte sich unsere erste Themenwoche rund um Mentale Gesundheit in der Sozialen Arbeit. Einen kleinen Einblick bekommst du in unserem Rückblick.

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