Resilienz im Austausch – voneinander lernen

Dieser Beitrag fasst zentrale Gedanken und praktische Impulse aus dem Beitrag von Frizzi Heiner zusammen, der im Rahmen unserer Themenwoche „Mentale Gesundheit in der Sozialen Arbeit“ im April 2026 stattgefunden hat.

Übersicht

Resilienz ist nicht, niemals belastet zu sein

Wenn wir über Resilienz sprechen, denken viele Menschen zuerst an Stärke. An Menschen, die „alles schaffen“, immer funktionieren und selbst in Krisen stabil bleiben. Doch genau darum geht es bei Resilienz eigentlich nicht. Ein schönes Bild dafür ist ein einfacher Schwamm.

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Frizzi Heiner

frizzi.heiner@interact-social.de

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Frizzi Heiner

frizzi.heiner@interact-social.de

Was ein Schwamm mit Resilienz zu tun hat

Ein Schwamm lässt sich zusammendrücken. Mit viel Druck wird er klein, verformt sich und verliert scheinbar seine ursprüngliche Form. Doch sobald der Druck nachlässt, entfaltet er sich wieder.
Genau so kann man sich auch Resilienz vorstellen.

Menschen erleben Belastungen:
Stress, Krisen, Verluste, Unsicherheiten oder Überforderung.

Dabei kann es passieren, dass wir uns innerlich „zusammengedrückt“ fühlen:
erschöpft, klein, kraftlos oder orientierungslos.

Resilienz bedeutet nicht, davon unberührt zu bleiben. Sondern die Fähigkeit, wieder in die eigene Kraft und Form zurückzufinden. Und manchmal sogar gestärkt aus schwierigen Erfahrungen hervorzugehen.

Resilienz entsteht nicht nur durch Persönlichkeit

Spannend ist dabei: Resilienz ist keine Eigenschaft, die manche Menschen einfach haben und andere nicht. Vieles davon entwickelt sich im Laufe des Lebens. In der Resilienzforschung spricht man häufig von verschiedenen „Säulen“ oder Schutzfaktoren, die Menschen stärken können:

  • Optimismus
  • Beziehungsorientierung
  • Selbstwirksamkeit
  • Akzeptanz
  • Zukunftsorientierung
  • Verantwortungsübernahme
  • Lösungsorientierung

Diese Fähigkeiten sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche bringen wir bereits mit, andere wachsen erst mit der Zeit.

Wachstum passiert nicht überall gleichzeitig

Ein besonders schönes Bild dafür sind Blumentöpfe. Stell dir vor, jede Resilienz-Säule wäre ein eigener Blumentopf. In manchen wächst bereits etwas: eine stabile Beziehung, Vertrauen in sich selbst, ein guter Umgang mit Krisen.

Andere Blumentöpfe wirken vielleicht noch leer oder ein erstes zartes Grün zeigt sich. Und das ist völlig normal. Denn Resilienz entwickelt sich nicht überall gleichzeitig. Manche Bereiche wachsen schneller, andere brauchen Zeit, mehr Aufmerksamkeit oder Unterstützung.

Resilienz bedeutet nicht, alles alleine schaffen zu müssen

Menschen in sozialen Berufen haben oft hohe Ansprüche an sich selbst. Viele möchten stark sein – für andere da sein – funktionieren. Doch Resilienz bedeutet nicht, immer belastbar zu sein.

Es bedeutet auch:
Hilfe anzunehmen, Grenzen wahrzunehmen, Pausen zuzulassen, und sich selbst mit mehr Verständnis zu begegnen. Denn auch ein Schwamm braucht irgendwann Entlastung, damit er sich wieder entfalten kann.

Du möchtest Frizzis Impuls lieber als Video erleben?

In unserer InterAct Social Community findest du die Aufzeichnung dieser Session sowie alle weiteren Inhalte der Themenwoche Mentale Gesundheit in der Sozialen Arbeit.

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