Professionelle Haltung zeigt sich innen wie außen

Dieser Beitrag fasst zentrale Gedanken und praktische Impulse aus dem Beitrag von Petra Pachaly zusammen, der im Rahmen unserer Themenwoche „Mentale Gesundheit in der Sozialen Arbeit“ im April 2026 stattgefunden hat.

Übersicht

Was unsere Körperhaltung mit Stress, Kommunikation und Selbst­fürsorge zu tun hat

„Haltung“ klingt im beruflichen Kontext oft erst einmal nach etwas Innerem: nach Werten, Professionalität oder der Frage, wie wir Menschen begegnen. Doch Haltung zeigt sich nicht nur in Gedanken oder Worten. Sie zeigt sich auch körperlich.

Wie sitzen wir in Gesprächen?
Wie viel Raum nehmen wir ein?
Wie reagieren Schultern, Bauch oder Kiefer in stressigen Situationen?

In sozialen und beratenden Berufen passiert vieles gleichzeitig:
Wir hören zu, reagieren, versuchen präsent zu bleiben und gleichzeitig professionell zu handeln. Dabei vergisst man schnell den eigenen Körper. Ein spannender Gedanke aus dem Workshop war:
„Es geht darum, das Bewusstsein zu schulen und bewusster mitzubekommen, was man macht.“ Denn oft merken wir gar nicht, wie sehr Stress bereits körperlich sichtbar wird:

  • angespannte Schultern,
  • ein zusammengezogener Kiefer,
  • flache Atmung,
  • ein nach vorne gebeugter Körper.

Und genau hier kann bewusste Körperwahrnehmung helfen.

Picture of Petra Pachaly
Petra Pachaly

alexandertechnik­inberlin@gmail.com

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Petra Pachaly

alexandertechnikinberlin@gmail.com

Beobachten statt bewerten

Besonders hilfreich ist dabei ein Ansatz, der nicht sofort bewertet.
Nicht: „Ich sitze falsch.“ Oder: „Ich müsste entspannter sein.“

Sondern eher:
„Interessant – so sitze ich also gerade.“
„So reagiert mein Körper in dieser Situation.“

Allein dieses bewusste Beobachten schafft oft schon etwas Wichtiges: einen kleinen Abstand zum Automatismus. Oder wie es im Workshop formuliert wurde: „Damit man dann wieder eine Wahlmöglichkeit hat.“

Denn wenn wir bemerken, wie wir reagieren, entsteht die Möglichkeit, etwas zu verändern: tiefer zu atmen, die Schultern zu lockern, mehr Abstand zu schaffen, oder bewusst anders in ein Gespräch zu gehen.

Haltung ist keine perfekte Position

Dabei geht es nicht darum, eine „richtige“ Haltung einzunehmen. Es gibt nicht die perfekte Art zu sitzen, zu stehen oder zu sprechen. Viel wichtiger ist die Frage: Wie fühlt sich etwas für mich an?
Manchmal braucht es Nähe.
Manchmal Abstand.
Manchmal Stabilität.
Manchmal Bewegung.

Professionelle Haltung bedeutet deshalb vielleicht nicht, immer kontrolliert oder perfekt zu wirken.
Sondern wahrzunehmen, was gerade passiert: innen sowie außen.

Du möchtest Petras Impuls lieber als Video erleben?

In unserer InterAct Social Community findest du die Aufzeichnung dieser Session sowie alle weiteren Inhalte der Themenwoche Mentale Gesundheit in der Sozialen Arbeit.

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